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22.04.2004
Der design report kürt den Newcomer des Jahres 2004
Die Spannung bei den etwa 500 Zuschauern vor der Preisverleihung des design report award 2004 in Mailand war groß. Nach ausgiebigen Rundgängen auf dem Salone Satellite und gründlicher Begutachtung der Exponate kam die internationale Fachjury, bestehend aus Stefano Giovannoni (I), Luke Pearson (GB), Patrick Reymond von Atelier Oï (CH), Inga Sempé (F), Paolo Ulian (I) und Martin Zentner, Chefredakteur vom design report, erst wenige Minuten vor der Preisverleihung zu einer Entscheidung: Gewinner des fünften design report award ist Jörg Gätjens aus Köln. Er erhält eine Preissumme von 5.000 Euro. Jeweils eine Special Mention ging an den Argentinier Francisco Gomez Paz, an das Designduo Eva Schildt und Jeremy Edwards aus Schweden und England und an das Team Defacto.Design aus München. Der Gewinner sowie die mit einer Special Mention ausgezeichneten Designer werden vom design report durch internationale Pressearbeit und redaktionelle Berichterstattung medial unterstützt.
Ebenfalls anwesend waren die Sponsoren: Jürgen Kloss und Hans-Jörg Salzwedel für Alape, Nasir Kassamali von Luminaire und Rolf Fehlbaum von Vitra. Dank ihrer Unterstützung wird die Austragung des begehrten internationalen Förderpreises erst möglich.

Jörg Gätjens – Gewinner design report award 2004
Tischsystem „Magnetisch“: Der Tisch besteht aus einer Platte und zwei Böcken – wahlweise Buche oder Esche –, die durch verschiedene nützliche Komponenten wie etwa Schublade, Ablagefach, Steckerleiste et cetera aus pulverbeschichtetem Metall ergänzt werden. Der Clou: Die Unterseite des Tisches ist mit einer Magnetfolie beschichtet, die es ermöglicht die nötigen Accessoires flexibel an der Tischplatte anzubringen und je nach Bedarf zu verschieben.

Francisco Gomez Paz – Special Mention design report award 2004
Chaiselongue „Apero“ ist komplett in Handarbeit gefertigt. Eine in Wasser eingeweichte Rinderhaut wird über eine Stahlrohrstruktur gespannt und die Schnüre während des Trocknungsprozesses immer wieder fest angezogen, bis das Leder hart und die Struktur fest ist. Diese traditionelle Technik nutzen die argentinischen Gauchos normalerweise für die Anfertigung von Reitsätteln oder Trommeln.

Eva Schildt /Jeremy Edwards – Special Mention design report award 2004
Ausgezeichnet wurden der lackierte Sperrholz-Stuhl „Up chair“ beziehungsweise „Down chair“, je nachdem in welche Richtung die Sitzfläche gedreht ist, die flexible Leuchte „Mushroom“ aus Plastik, die sowohl als Stehleuchte als auch als Hängeleuchte einsetzbar ist (beides von Edwards), und der Schirmständer „Mary P.“ (von Schildt), dessen Sockel aus einem Schwamm besteht, der die Regentropfen aufsaugen soll.

Defacto.Design – Special Mention design report award 2004
Für die Münchner Nikolaus Hartl und Hannes Weber gab es eine Special Mention für „Lümmel“, ein kleines Polstermöbel, das – so die Designer – „noch viel Raum für einen selbst lässt“. „Lümmel“ besteht aus einem L-förmigen Holzgestell, das an der Unterseite eine Einkerbung aufweist. Dadurch steht die Sitzfläche in einem Winkel von 90 Grad in den Raum. Das Schöne an der ganzen Konstruktion: Es kann gekippelt werden, was das Zeug hält. Überzogen ist der Polsterschaum mit einem wasserabweisenden, strapazierfähigen Polyestergewebe, wie man es von Reisetaschen her kennt.

Weitere Informationen sowie Bilder zum Downloaden finden Sie unter www.design-report.de
Kontakt: Anke Biester, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Juliane Grützner, Redaktion design report

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